Welches ist die richtige Gemeindeform?

Demokratie oder Leitung

Welches ist die richtige Gemeindeform? Manche Gemeinden streben danach, sich der weltlichen Ordnung anzupassen. Andere halten sich an die biblische Form. Welches ist aber die biblische Form? Darf das «Volk» mitbestimmen oder nicht?

Beginnen wir zunächst mit dem Bild des Hirten

Ein guter Schafhirte führt seine Schafe sanft, indem er vorangeht. Da gibt es keine Sitzungen, Besprechungen oder demokratische Abstimmungen. Die Schafe brauchen «Führung». Der Herr hat dieses Bild für seine Gemeinde gewollt. Die Hirten (Pastoren, Älteste, Bischöfe) sollen mit ihrem Vorbild vorangehen.

In Hebräer 13:17 werden die Gläubigen aufgerufen, den Hirten zu gehorchen.

Petrus hatte ohne Zweifel eine klare Führungsrolle. Paulus war auch ein stark führender Apostel. Ja, er hat seine Mitarbeiter eindringlich darauf hingewiesen.

Hier einige Texte:

Timotheus: Dies sollst du gebieten und lehren! 1Tim 4:11; 5:7,20; 2Tim 4:2.

Titus: …damit du — Älteste einsetzt…! Titus 1:5,13; 2:15; 3:10.

Zweitens: das Beispiel des ersten «Konzils» in Apostelgeschichte 15

V 6: Apostel und Älteste kamen zusammen.

V 7: Nach viel Diskussion trat Petrus auf.

V12: Anschliessend kamen Barnabas und Paulus mit ihrem Missionsbericht zu Wort.

V13: Zuletzt sagte Jakobus – der Bruder des Herrn – das entscheidende und definitive Wort.

V19: Er schliesst seine Botschaft mit den Worten: Darum urteile ich

V22: Der Beschluss wurde gefasst unter Beteiligung der Apostel, Ältesten und der Gemeinde.

Drittens: Dekadenz der «christlichen» Gemeinden

Dekadenz geschieht wo Neulinge, und verweltlichte «Christen» oder gar unordentliche «Mitglieder» den Gang der Gemeinde mitbestimmen. Oft geschieht es, dass gereifte und bewährte Diener Gottes kein «Stimmrecht» haben, nur weil sie keine «Mitglieder» sind.

Dadurch kann eine Gemeinde von ihrer geistlichen Bibeltreue abgleiten. Nicht selten ist das geschehen, dass vorbildliche Gemeinden abgerutscht sind. Manche öffnen zögernd zuerst kleine «Fenster», später sind Tore und Türen offen für weltliche Philosophie, weltliche Verhaltensweisen, weltliche Musik, profanes Reden – und am Ende geht die Furcht Gottes verloren. In solch einer Lage wird dann mehr und mehr Jesus «vergessen» und die Bibel bleibt «schubladisiert».

 

Gott möge den Gemeinden treue und vollmächtige Hirten und Älteste schenken!