Darum seid bereit

Die aktuelle Weltsituation ist eine komplexe Sache, die ich weder intensiv, noch vollständig oder ganz aktuell erklären könnte. Dennoch gebe ich gerne das weiter, was ich empfangen habe. Gewisse «Inspirationen» bekomme ich hie und da. Das kann tagsüber oder sogar auch nachts an mich heran- oder genauer in mich hinein kommen. Mit den täglichen Nachrichten und dem vielen Bibellesen, studieren und lehren, wage ich das jetzt erkannte zu veröffentlichen.

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Alles ist begründet auf das Wort des Herrn Jesus in Matthäus 24:44.

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Versetzen wir uns zunächst in die aktuelle Weltsituation. Nehmen wir zunächst die Corona-Krise als etwas Weltumfassendes in diesem Jahr 2020. Da können wir feststellen und darum auch behaupten, die Welt war nicht bereit. In allen Ländern mussten auf Hochtouren Spitäler eingerichtet, Schutzsachen verschafft und Apparate für Intensivstationen installiert werden.

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Doch die Pandemie war schneller unterwegs und überrollte die Nationen. Es wurde immer wieder offenbar, man war nicht vorbereitet.

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Jesus hat gesagt: «Darum seid bereit!» Nachdem Christus eine Reihe von Katastrophen vorausgesagt hat, betont ER: «Darum». Also, weil Katastrophen über die ganze Welt kommen werden, «darum seid bereit».

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Achten wir genau auf das Wörtchen: «seid». Damit ist klar gesagt, schon zu Anfang von einer Katastrophe sollen wir in mancher Hinsicht schon bereit sein. Daraus folgt, jetzt, heute und morgen sollten wir uns befleissigen mit Vorbereitungen.

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In der Liste von Matthäus 24:4 und folgenden Versen, sagt Jesus diese Katastrophen voraus:

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 Verführungen
 Kriege und Kriegsgeschrei (Terrorismus?)
 Völker werden gegeneinander kriegen (Weltkriege?)
 Hungersnöte
 Seuchen (Coronavirus?)
 Erdbeben – inklusiv «Tsunami» (das Stärkste je gemessene Weltweit: im Mai 1960, über 9 Grad – Richterskala – in Chile geschehen)
 Drangsal und Verfolgung (heute weltweit mehr denn je in der «Kirchengeschichte» während den 2.000 Jahren)
 Hass und Verrat von allen Völkern gegen Christus Nachfolger
 Falsche Propheten, Lehrer, Gesalbte («Christusse»)
 Überhandnahme der Gesetzlosigkeit
 Erkaltung der Liebe
 (+) Evangeliums-Verkündigung in aller Welt

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Vergleiche der Wiederkunft Jesu mit vorherigen Ereignissen:

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 Wie in den Tagen Noahs
 Wie in den Tagen Lots

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Wie war es? Sehr überraschend, unerwartet, plötzlich, unaufhaltsam!

So wird es auch bei der Wiederkunft Jesu sein.

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Jesus erzählt zwei Beispiele, wo es Trennungen geben wird:

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 Zwei werden auf dem Feld zusammen arbeiten, aber nur einer wird angenommen.
 Zwei werden mit der Mühle mahlen, nur eine wird angenommen.

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Nach diesen Aussagen, ermahnt Christus: wachet!

Warum sollen wir mit grösster Aufmerksamkeit wachen? Der Herr sagt es:

«Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint

Und «…ihr wisst nicht, in welcher Stunde euer Herr kommt

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«Darum seid auch ihr bereit!»

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Das heisst, die eigentliche Bereitschaft der Christusgläubigen hat mit der überraschenden und baldigen Wiederkunft zu tun. Wie können wir uns daraufhin vorbereiten? Darüber finden wir manche Bibelstellen im NT, die uns gute Hinweise geben.

Das wichtigste in der Vorbereitung

1 Liebe zum Herrn Jesus

Als erste Vorbereitung wollen wir die Worte zu Herzen nehmen, die uns daran erinnern, im Verhältnis zu Jesus geht es nicht nur um Glauben und Vertrauen, sondern um Gehorsam, der ein Beweis unserer Liebe zu ihm ist.

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 1Korinther 2:9 «…was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben»
 Epheser 6:24 «…die unseren Herrn Jesus Christus lieb haben…»
 Jakobus 2:5 «…das er denen verheißen hat, die ihn lieben»
 1Petrus 1:8 «Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt…»

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Das ist ohne Zweifel die nützlichste Vorbereitung, aber auch die allernotwendigste. An diesen Worten der Heiligen Schrift wollen wir uns prüfen, denn so tun wir einen entscheidenden Schritt der Vorbereitung. Um diese Prüfung in praktischer Form vorzunehmen, braucht es eine tiefe Bussbereitschaft. Sodann sollten wir in Aufrichtigkeit bereit sein, ein echtes «Röntgenbild» unseres Innersten anzunehmen. Danach bedarf es der Bitte um Vergebung und Reinigung, damit die Liebe zu Jesus erneuert werden kann. Das beinhaltet auch eine Liebe zu seiner baldigen Wiederkunft. Es täte uns gut, wenn wir gelegentlich die Schriftworte der Selbstprüfung praktizieren würden. Dazu lies: 1Kor 11:28; 2Kor 13:5; 1Tes 5:21.

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Wenn Verführungen, Verfolgungen, Kriege, Kriegsgerüchte, Seuchen, Erdbeben, Hungersnöte und sonstige Katastrophen hereinbrechen, brauchen wir dringend die Liebe zu Jesus Christus. Ebenfalls, gerade in solchen Situationen hält nur die feste Überzeugung der Liebe Gottes durch. Jetzt bereite dich vor:

 Statt zu «motzen» übe dich in Dankbarkeit zu Jesus Christus!
 Statt zu «meckern» übe dich in Demut und Gottesfurcht!
 Statt zu «murren» übe dich in Dienstbereitschaft und Gehorsam zum Herrn!

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2 Gemeinschaft der Gläubigen

Wir bereiten uns vor, wenn wir die Gemeinschaft der Christusnachfolger treu pflegen. Gerade auf diesem Gebiet müssen wir leider feststellen, dass vielleicht keine Gemeinschaft bereit war, als die Coronakrise aufkam. Die Versammlungen stoppten zwangsläufig und die «normale» Präsenz blieb aus. Scheinbar war keine Gemeinschaft vorbereitet. Improvisation war gefordert. Andere blieben etwas gleichgültig und liessen die Dinge ihren Lauf; sie unternahmen einfach nichts extra. Sie begnügen sich, wenn die Gemeindemitglieder einfach eine Predigt vom Internet herunterladen und sie anhören. Das war’s! Das genügt doch – oder? Damit geht aber die Gemeinschaft verloren, die doch so wichtig und nötig ist. Gerade der Kontakt zu einander sollte unbedingt aktiv erhalten bleiben.

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Wenn wir Hebräer 10:23-25 ernst nehmen, dann brauchen wir neue Ideen, neue Wege, neue Einrichtungen. Gerade Katastrophen und Krisen sollten uns hellhörig machen. Diese Bibelstelle ermahnt uns doch «…und das umsomehr, als ihr den Tag herannahen seht!» In diesen Versen wir nicht empfohlen, einfach Predigten anzuhören, sondern vielmehr Gemeinschaft zu pflegen.

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Schauen wir mal genauer hin: V 24 «…und lasst uns aufeinander achtgeben…!» Das können wir nur, indem Kontakte gepflegt werden. Auch in Coronazeiten ist es möglich Kontakte zu erhalten und Gemeinschaft zu pflegen, nämlich mit der modernen Technik, wie zum Bsp. mittels Whatsapp, Skype, Zoom, u.a. Darum sind die Gemeinden verantwortlich, die Gemeinschaft weiterhin zu pflegen.

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Aber in unserer heutigen individualistischen Gesellschaft scheint die Gemeinschaft nicht so notwendig zu sein. Gerade deshalb sollte die Christusgemeinschaft Wege finden, um die Kontakte unter den Mitgliedern lebendig zu erhalten. Nur so bereiten wir uns vor, um vorbereitet zu sein.

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Nochmal, Jesus hat uns ermahnt: «Darum seid auch ihr bereit!» (Mt 24:44)

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Lasst uns zurückkehren zum Text von Heb 10:23-25. Da heisst es:

 …lasst uns aufeinander achtgeben…
 …damit wir uns gegenseitig anspornen…
 …unsere eigene Versammlung nicht verlassen…
 einander ermahnen…

Wie kann dieser gegenseitige Dienst geschehen, wenn kein aktiver Kontakt läuft?

Die Ermahnung schliesst so: «…und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht!» (Heb 10:25)

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Braucht es noch mehr diesbezügliche Ermahnungen aus dem NT? Ist es nicht so, dass es Täter des Wortes braucht, die dem Worte Gottes folgen? Das oben erwähnte Wort aus Heb 10 lässt sich nicht «alleine», individuell, erfüllen, sondern nur in Gemeinschaft – auch wo nur 2 oder 3 im Namen des Herrn Jesus sich «versammeln». Gott hat es doch so wunderbar gelenkt, dass wir heutzutage viele technische Möglichkeiten haben. Wir können in kleinen Gruppen aktiv uns «treffen». Da kann Austausch gepflegt werden. Zusammen ist es dann möglich, sich über einen Bibeltext zu besinnen. Ferner können Erlebnisse und Gebetsanliegen mitgeteil werden, die dann gerade im Füreinander-Gebet als Anliegen ausgedrück werden.

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Das haben wir mit der kleinen spanisch-sprechenden Gemeinde (Iglesia Evangélica Hispana) bereits reichlich gepflegt. In den Wochentagen gibt es 3 bis 4 WApp-«Treffen», und am Sonntag nachmittag feiern wir den «Gottesdienst» über Skype. Der Möglichkeiten sind viele, wir müssen sie nur benützen. Sogar das Telefon – Festnetz oder Mobil – kann für diese Zwecke verwendet werden. Wer also in dieser besonderen, isolierten Zeit noch gar keine Gemeinschaft erlebt hat, sollte sich aufmachen und etwas unternehmen. Sicher sehnen sich manche Brüder und Schwestern danach. Sei mutig, weil Jesus gesagt hat: «denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte,» (Mt 18:20).

 

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Nur in dieser Gemeinschaft können wir das durchführen, was uns Heb 10:23-25 sagt. Schauen wir noch einmal die Ermahnungen an. Wir sollen:

 …festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken…
 …aufeinander acht geben…
 …uns gegenseitig anspornen…
 …einander ermahnen… – jawohl ermahnen!

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Sicherlich bist du mit mir einverstanden, wenn ich sage: Was geschrieben steht, ist ja nicht für ein frommes Lesen nur, sondern vielmehr, um danach zu handeln. Wann werden wir das beherzigen? Im Blick auf Vorbereitung haben wir fast ausschliesslich den Aspekt der Gemeinschaft besprochen. Nun kehren wir wieder zu den «Zeichen der Endzeit» zurück und betrachten alle «Zeichen». Dabei stellen wir die Frage: Wie können wir uns auf diese Katastrophen hin, vorbereiten? Hast du dieses schon mal getan? Wenn nicht, dann komm und begleite mich in dieser Übung.

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Vorbereitung für die Zeit der Endzeit-Zeichen

1 Achtung schleichende Verführung

Hast du auch schon bemerkt, dass Jesus die Verführung als erstes Zeichen und sogar mehrmals und verschiedentlich erwähnt? Hier geht es darum, Verführungen zu erkennen und sie auch entschieden abzulehnen. Um jedoch falsche Lehren, falsche Prophetien, falsche «Gesalbte», falsche «Apostel» richtig zu erkennen, braucht es reichliche Bibelkenntnis. Diese können wir nicht haben, wenn wir die Bibel «nur lesen». Es braucht viel systematisches und gründliches Bibelstudium. Ins besondere sollten wir das NT studieren, aber unabhängig von Meinungen, Ansichten, Spekulationen, Traditionen und dergleichen.

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Es gibt gute Studienbibeln, die ich gerne empfehlen möchte:

 SLT-2000 (Schlachter Bibel 2000) (mit NISB – DIE NEUE INDUKTIVE STUDIENBIBEL) (2171 Seiten)
 Elberfelder Studienbibel (mit Sprachschlüssel und Handkonkordanz) (2548 Seiten)
 NT Hoffnung für alle (Die Gruppen Bibel) (1021 Seiten)
 NT Wuppertaler Studienbibel (5 Bände) (Übersetzung und Kommentare von derselbigen Studienbibel)

 

Weitere nützliche Nachschlagewerke sind:

 Bibelkonkordanz
 Lexikon zur Bibel (Fritz Rienecker, R. Bockhaus Verlag Wuppertal)
 Handbuch zur Bibel

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Diese Nachschlagewerke nur von Bibeltreuen Verlagen erwerben! Solche Studienbücher können uns helfen, die Bibel und ihre vielerlei Hintergründe (Geschichte, Geographie, Gesellschaft, Kultur, Religion, u.a.m.) besser zu verstehen. Den eigentlichen Wachstum in der Erkenntnis Gottes kann uns nur der Heilige Geist vermitteln. Es ist auch darauf zu achten, dass durch intensives Bibelstudium, die Evangelisation nicht zu kurz kommt.

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Zu jedem treuen Bibelstudium gehört mindestens:

 Gebet, vor und nach dem Studium
 Genauere (wörtliche) Bibelübersetzungen (Elberfelder, SLT-2000)
 Zu jedem Textstudium gehört die Beachtung des Kontextes (Vor- und Nachtext)
 Was treue Bibelverkündiger zu dem entsprechenden Bibeltext sagen
 Den entsprechenden Bibeltext unter dem Licht des ganzen Ratschlusses Gottes betrachten (mindestens was den NTlichen Ratschluss betrifft)
 Bei jedem Bibelstudium, Jesus Christus im Mittelpunkt behalten. Kein Studium darf von Christus ablenken, sondern im Gegenteil, die Fokussierung muss auf den Herrn gerichtet sein (siehe Eph 4:11-15)

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2 Die weiteren Zeichen

Kriege und Kriegsgerüchte; ein Volk gegen das andere und ein Königreich gegen das andere; Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben. (Mt 24:6-8)

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Hier sehe ich als notwendige Vorbereitung, dass wir jetzt uns schon sehr intensiv mit der lebendigen Hoffnung beschäftigen. In unserer Zeit ist die «Dimension» der Ewigkeit weithin verloren gegangen. Wir sind dem Wohlstand verfallen und brauchen anscheinend nicht an das ewige Leben zu denken. Doch wir sollten ernstlich, aber auch freudig an den Himmel denken.

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Damit verbunden gilt es natürlich auch, sich mit dem Tod zu befassen. Sowohl der Herr Jesus wie auch die Apostel haben davon gesprochen, und somit uns aufgerufen, nach oben zu schauen, auf die ewige Herrlichkeit uns auszurichten. Wahre Christusgläubige freuen sich, bald bei dem Herrn zu sein. Wir glauben dem Zeugnis der Schrift, dass es eine Auferstehung der Toten gibt. Im NT ist die Rede von einer 1. Auferstehung, für alle Gläubigen, und von einer 2. Auferstehung, für alle Gottlosen.

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Bei der Entrückung werden sowohl die Auferweckten, wie auch die Lebenden Christusgläubigen zusammen dem Herrn entgegen gehen, um für immer bei IHM zu sein.

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Als Vorbereitung für Zeiten der Endzeichen ist sicher auch gut, an manche praktischen Dinge zu denken. Einige materiellen Vorkehrungen können diese sein: Lebensmittel- und Medikamente-Vorrat. Wasser könnte auch in Frage kommen, doch da wird es schon komplizierter. Für manche tönen diese Vorkehrungen, als fehlte uns glauben. Wer aber auf Jesu Worte achtet, der wird eines besseren belehrt:

 Mt 10:16 b Wir sollen klug sein!
 Mt 10:23 a Wir sollen fliehen vor Verfolgungen!
 Mt 24:16-20 Den ersten Christen hat Jesus den Auftrag gegeben, in der grossen Notzeit zu fliehen, ja, sogar zu beten, damit die Flucht möglich wird!

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In unserer Zeit gibt es viele Millionen Flüchtlinge. Unter ihnen sind auch Christusgläubige dabei. Doch ihre Flucht ist eine sehr komplizierte Sache. Bei denen, die von Afrika nach Europa fliehen, gibt es keinen Unterschied zwischen Christen und Nichtchristen. Manche erreichen mit viel Mühe und nach langem Bangen endlich einen sicheren Hafen. Von da bis zu einem vermeintlichem Ziel kann es noch recht mühsame Strapazen geben.

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Hier wären noch manche Beispiele aus der Apostelgeschichte zu erwähnen. Nur eines davon: Apg 27:30-31.

Trotzdem sagt Jesus: «…erschreckt nicht…» (Mt 24:6)

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Vielleicht sollten wir die Corona-Krise als eine Zeit der Vorbereitung achten. Jesus hat ja auch Verfolgungen vorausgesagt. Diese können sogar in Europa ausbrechen. Darum sollten wir die jetzige Zeit als Ansporn für Vorbereitungen ausnützen. Auch die Christus Gemeinden, ja sogar die einzelnen Gläubigen, sollten sich befleissigen mit Eigenschaften wie: Improvisationen, Flexibilität, Spontanität, erfinderisches Denken und Handeln, Anpassungsfähigkeit, u.a.m. Die Gemeinden sollten auf starre Programme und Festhalten an Gebäulichkeiten lernen zu verzichten.

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Lasst uns noch ein letztes mal auf des Herrn Worte achten:

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«Darum seid auch ihr bereit!» (Mt 24:44)